12.12.2006

Verband der Vogelfreunde SKGT 2006:

Tierschützer treten Vogelvereinen bei !

 

(C) R. HörmandingerIm letzten Jahr löste das überfallsartige Auftauchen von etlichen Tierschützern bei einer vermeintlich illegalen Vogelausstellung in Ebensee größtenteils Schmunzeln bei der Bevölkerung aus. Wurden doch in Wirklichkeit wegen der angeblichen Bedrohung durch die Vogelgrippe sämtliche Ausstellungen abgesagt.

Damals saßen zur Enttäuschung der Tierschützer nur Personen mit dem Nachnamen Vogel im Vereinslokal. Heuer aber konnten völlig gesetzeskonform die internen Zusammenkünfte aller Vereine abgehalten werden.

Dabei sorgten neuerlich diverse militante Aktivisten für Heiterkeit und für große Verwunderung im Salzkammergut. Wenn auch positiv.

„Einige dieser Tierschutzaktivisten haben nun anscheinend eine geistige Kehrtwendung gemacht und sind durch ihren Besuch der vereinsinternen Zusammenkünfte unterschiedlichen Vereinen des Salzkammergutverbandes der Vogelfreunde beigetreten“ erläutert Verbandsobmann Alfred Riezinger.

„Wie im letzten Jahr halten wir uns natürlich auch heuer absolut an die Gesetze“ ist Riezinger mit dem klaglosen Ablauf sämtlicher Prämierungen sehr zufrieden.

Ähnlich sieht die Situation auch Verbandssprecher Dr. Ludwig Wiener. „ Der enorme Mitgliederzuwachs stimmt uns für die nächsten Jahre äußerst positiv. Ob und wie lange aber die neu beigetretenen Tierschützer in den diversen Vereinen bleiben, sei jedoch noch nicht absehbar“ meint Dr. Wiener mit einem Augenzwinkern.

 

Pressestelle der Vogelfreunde Salzkammergut

presse@vogelfreunde-salzkammergut.at

www.vogelfreunde.eu

 

 

06.12.2006

Vogelfreunde Salzkammergut im Herbst 2006:

Vogelfreunde freuen sich über unzählige neue Mitglieder in den heimischen Vereinen!

 

Durch die momentan unübersichtliche Rechtslage gab es in diesem Jahr keine öffentlich zugänglichen Vogelausstellungen im Salzkammergut. Allerdings wurden von allen 35 Mitglieds-Vereinen völlig legal interne Zusammenkünfte mit Prämierungen abgehalten.

Außerdem erfreuen sich die Vogelvereine über einen nahezu „explosionsartigen“ Mitgliederzuwachs. Der Mitgliedsstand der Vereine hat sich somit vervielfacht.

Nahezu alle neuen Mitglieder zeigten so ihre Solidarität mit den Vereinen, ihren Ideen und Werten. Zum Teil wurden auch finanzielle Unterstützungsbeiträge geleistet, für die sich die Vogelfreunde recht herzlich bedanken möchten.

„Das Brauchtum Vogelfang ist im Salzkammergut tief verwurzelt und nicht wegzudenken.  Dies zeigt vor allem die Tatsache, dass wie in den Jahren zuvor üblich, eine riesige Menge an Besuchern die Vereinslokale frequentierte.

Die Bevölkerung lässt sich eben nicht einfach von einigen militanten Tierschützern gegenseitig ausspielen“ war auch Verbandsobmann Alfred Riezinger aus Ebensee mit dem klaglosen Ablauf der Vereins-Zusammenkünfte höchst zufrieden.
Für Verbandssprecher Dr. Ludwig Wiener ist die aktuelle Situation dennoch nicht zufrieden stellend.

„Wie man sieht, ist das Brauchtum Vogelfang lebendiger denn je. Daneben tragen wir viel zur Aufklärung über das Verhalten der Tiere in der Natur bei. Auch unzählige junge Besucher möchten die Ihnen wenig bekannten heimischen Vögel bei den Ausstellungen sehen. Daher muss es im nächsten Jahr für alle Vereine wieder möglich sein, ohne diverse Schikanen eine öffentlich zugängliche  Vogelausstellung abzuhalten“ so Dr. Wiener in einer ersten Stellungnahme.

 

Pressestelle der Vogelfreunde Salzkammergut

 

 

 

 

 

 

 

Sieger Rettenbach:

v.l. Markus SCHIENDORFER, ganz rechts: Stefan NUSSBAUMER.

Die beiden waren die großen Sieger 2006

der Vogelfreunde Rettenbach-Bad Ischl.

In der Mitte Obmann M. ZEPPETZAUER.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sieger Hallstatt und Obmann:

v.l. Obmann Hermann PILZ mit Günther REHN.

Gesamtsieger und Sieger Roter Kreuzschnabel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preisrichter: Souverän wie alle Jahre: Die Goiserer Preisrichter

v.l. Rudi LAIMER, Erich KEFER und Gerhard HAUTZENBERGER

bei der Prämierung der Expemplare der Vogelfreunde Gosau.
 

 

 

04.11.2006

Feicht´n Willi ist “97”

Die Vogelfreunde Bad Goisern, deren Ehrenobmann Feicht´n Willi ist, gratulierten dem Jubilar recht herzlich.

 Der amtierende Obmann der Vogelfreunde Leopold Kain vulgo Buttinger Poid und der Altersobmann Hans Schlömmer besuchten den noch immer sehr aktiven Ehrenobmann der auch gleichzeitig der einzige noch lebende Gründungsobmann des Salzkammergutverbandes der Vogelfreunde ist. Willi war zwischen 1936 und 1975 Obmann des Goiserer Vereins.

 Wenn drei langjährige Vogelfreunde zusammenkommen, werden natürlich viele Erinnerungen an gemeinsame Zeiten und Erlebnisse wach. Noch dazu wo der Feicht all diese Episoden in Reimform gebracht hat und bei diversen Veranstaltungen bis hin zu Fernsehsendungen zum Besten gab. Legendär sind sein Mitterriedl und auch das Zäpfengebet. Noch mit seinen 97 Jahren kann er all diese auswendig rezitieren. Leider ist sein Auge (das zweite ist seit Jugentagen ein Glasauge) nicht mehr so klar, dass er lesen oder Fersehen könnte, aber auch da hat Willi eine Lösung gefunden – er nimmt halt den Gucker zu Hilfe. Auf dem Geburtstagsplakat der Urenkel des Jubilares (siehe Bildhintergrund) darf natürlich ein Vogerl nicht fehlen.

 

Der Vorstand des Salzkammergutverbandes gratuliert dem “Jubilar” im Namen aller Mitglieder von ganzem Herzen.

 

 

 

 

Bild: vl. Hans Schlömmer, Wilhelm Thalhammer, Kain Leopold

 

Zäpfengebet

von Wilhelm Thalhammer

 

I brau koan Öpfö und koa Birn,

von mir aus braucht koa Zwetschken blian,

und´s Marmelad aus Aprikosen

do´s iß i aus Konservendos´n.

 

I kauf in Schnaps und a mein Rum

z´tot gern beim Billa oder in Konsum;

verzicht auf Most und Wein recht gern,

wann neta next´s Jahr Zäpf´n wer´n.

 

 

13.11.2006

OÖ-Nachrichten vom 13.11.2006 - Landsleute

von Edmund Brandnter

 

    Alfred Riezinger hält für den Vogelfang seinen Kopf hin

    Kreuzschnäbel, Stieglitze, Zeisige und Gimpel haben es Alfred Riezinger angetan. Seit seinem 18. Lebensjahr ist der Ebenseer jeden Herbst in den Bergen seiner Heimatgemeinde unterwegs, um den Singvögeln nachzustellen.

    Seit 14 Jahren ist Riezinger auch Obmann des Salzkammergut-Verbandes der Vogelfreunde. Als oberster Vogelfänger der Region verteidigt er das alte Brauchtum gegenüber einer Öffentlichkeit, die kaum eine Ahnung hat, worum es beim Vogelfang überhaupt geht. Riezinger steht den Medien Rede und Antwort, und er ist deshalb oft die Zielscheibe empörter Tierschützer. "Dabei wissen die meisten nicht, dass wir von jeder Art nur ein Tier über den Winter behalten", sagt er. "Unsere Volieren müssen mindestens vier Kubikmeter groß sein, und das wird von den Behörden auch überprüft."
    Riezinger fängt Vögel, weil er sie mag. Weil es ihn reizt, die scheuen Tiere zu überlisten, und weil es ihn fasziniert, ihr Verhalten zu beobachten. Um ihnen Zäpfen und Samen zu besorgen, unternimmt er weite Wanderungen bis auf 1600 Meter Seehöhe hinauf. Zuhause sitzt er dann vor dem Gehege und beobachtet die Vögel. "Man lernt ständig dazu,", sagt er.

     

    Ein kleines Wunder

    Für ihn sind die gefiederten Tiere ein kleines Wunder. "Sie erkennen zum Beispiel ganz genau, in welchen Zapfen Larven sind und suchen sich exakt diese Zäpfen aus, wenn sie Eiweiß brauchen."

    Dass Tierschützer mit dem alten Salzkammergut-Brauchtum keine Freude haben, nimmt Riezinger zur Kenntnis. "Zornig werde ich aber dann, wenn bewusst Lügen und Falschinformationen über uns verbreitet werden und die Medien Presseaussendungen von fanatischen Tierschützern ungeprüft wiedergeben", sagt er. "Es gibt keine Tierhaltung, die so streng überprüft wird, wie unsere. Aber Tierschutzorganisationen leben von Geldspenden. Und die wissen recht gut, auf welche Art man Emotionen schüren kann."

     

    Alfred Riezinger

    Der 51-jährige Ebenseer ist als Obmann des Salzkammergut-Verbands der Vogelfreunde Vorsitzender von 34 Vogelfangvereinen in den Bezirken Gmunden, Vöcklabruck und Wels Land. Diese örtlichen Vereine haben in Summe rund 500 Mitglieder. Riezinger war bis zu seiner Pensionierung im heurigen Jahr Schlosser in den Salinen Austria. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

     

    Lieblingsvogel: Kreuzschnabel. Der heißt nicht umsonst "Alpenpapagei". Er singt und springt in der Voliere herum und öffnet die Zapfen, dass du nur so schaust.

     

    Batteriehühnerhaltung: Die ist nicht mehr notwendig. Es geht uns heute so gut, dass man darauf verzichten sollte.

     

    Salzkammergut: Herrliche Landschaft, einmalige Kultur. Es ist traumhaft, hier zu leben.

     

    Tierschutz: Ist irrsinnig wichtig, nur sollte er nicht pervertiert werden.

     

    Medien: Sind auch wichtig, manche Medien betreiben aber Hetze.

     

    Brauchtum: Davon leben wir geistig. Brauchtum sollte aber weiterleben. Nicht die Asche anbeten, sondern das Feuer weitergeben!

     

    Stierkampf: Davon verstehe ich nichts. Ich finde auch, das geht uns Österreicher nichts an. Darüber sollte man die Spanier nachdenken und diskutieren lassen.

     

    Wilderer: Das war früher, als die Menschen hungerten, berechtigt. Heute, wo es nur um die Trophäe geht, hat die Wilderei keine Berechtigung mehr.

 

OÖnachrichten vom 13.11.2006

 

November 2006

Vogelfreunde als Vortragende im Schulunterricht

Immer wieder werden die Vogelfreunde eingeladen, den Kindern an den Schulen im Salzkammergut die heimische Vogelwelt näher zu bringen. So hat im November der Vertreter des oberen Drittels - da “Buttinger Poid”  die 4. Klasse der Volksschule Goisern besucht. Er konnte den Kindern Informationen wie den Lebensraum, das Verhalten, die Nahrung und vieles mehr vermitteln und näher bringen. Die Schüler zeigten sich begeistert und sehr interessiert.

Die Vogelfreunde im Salzkammergut freuen sich über das rege Interesse der Schulen.

 

 

 

Oktober. 2006

Kurzdarstellung zum sehr kontrovers diskutierten Thema von Walter Rieder

Es wird über kaum ein Thema mit so wenig Sachkenntnis und so viel Emotion diskutiert, wie dies über den Vogelfang und die Vogelhaltung im Salzkammergut geschieht. Tierschützer (sogenannte und echte), Universitätsprofessoren, Minister und vor allem auch Jounalisten (ohne jeder, oder aber mit spärlichster ornithologischer Kompetenz) geben ihre Meinung von sich, haben sich allerdings mit den lokalen Gegebenheiten kaum oder nur oberflächlich auseinandergesetzt.

Den Ganzen Artikel können Sie hier als PDF herunterladen.

 

Herbst 2006 - Walter Rieder zum Thema Vogelfang und Vogelhaltung im Salzkammergut (PDF)

 

Walter Rieder hat mit seinem Buch

 

“Schnabö Heil!” Singvogelhaltung und den Singvogelfang im Salzkammergut

 

das Kulturgut und gelebte Brauchtum bestens erklärt und beschrieben. Salzkammergut Media Ges.m.b.H, Gmunden, 2002

 

Erhältlich bei Skribo Buch Loidl in Ebensee - Tel. 06133 / 5099 - 0

 

weiter Informationen hier!

 

 

Montag, 11.09.2006

Auch heuer Bewilligungen für Singvogelfang

(OÖ, APA) Auch heuer werden die zuständigen Bezirkshauptmannschaften in Oberösterreich wieder Bewilligungen für den Singvogelfang im Salzkammergut ausstellen. Denn die Rechtslage sei unverändert.
Das teilte der Naturschutzreferent Erich Haider (SPÖ) nach einem Gespräch mit Vertretern von Tierschutzorganisationen am Montag auf APA-Anfrage mit.

Somit ist das Brauchtum bestätigt. Die Anzeigen der Tierschützer gegen Vogelfänger bei Gericht haben ausnahmslos mit Freisprüchen geendet. Vorgehensweisen einiger sogenannten militanten Tierschützer hingegen ist zu hinterfragen. So sind diese Organisationen zum Beispiel für Schmieraktionen an Plakatwänden, die mutwillige Verbreitung von Unwahrheiten die man sogar als Verleumdung auslegen könnte sowie für Beschimpfungen und Provokationen verantwortlich.

Die Bezirkshauptmannschaften werden bis zum Beginn der Fangsaison am 15. September die beantragten mehreren hundert Genehmigungen nach der Artenschutzverordnung ausstellen, stellte Haider fest.

 

Samstag, 09.09.2006

Einladung zum “Plattl´n” im Haller

Die Vogelfreunde Berg und St. Agatha laden zum alljährlichem Plattl´n recht herzlich ein. Die Veranstaltung findet heuer auf der Halleralm statt. Ab 15.00 geht’s los. Die anschliessende Unterhaltung findet im Wirtshaus Halleralm statt. Auf euer kommen freuen sich die Obmänner der beiden Vereine.

 

Sonntag, 03.09.2006

Einladung zum Dreikampf - Vogelverein Ischl/Umgebung

Der Vogelverein Ischl/Umgebung lädt recht herzlich zur Veranstaltung ein

Wo: Askö-Asphaltanlage bei der Katrin-Sprungschanze

Wann: Sonntag 03.09.2006 um 10.00 Uhr

Bewerbe:

      • Taferlschießen
      • Zäpf´n - Zielwurf
      • Dart (Wurfpfeil)

 

Wertungen: Damen, Herren, Kinder

 

Die neuesten Informationen über den derzeitigen Stand Fang/Ausstellung überbringen Vorstandsverbandsmitglieder !

Durchführung bei jeder Witterung !! (Überdachte Asphalthalle)

Es winken zahlreiche Waren und Sachpreise !!

 

Mit freundlichen Grüßen:

 

          Obmann:

          Kranabitl Christian

 

 

25-27. August 2006, Gamsjagatage in Goisern

Vogelzwitscher EM anlässlich der “Gamsjagatage 2006”

(c) Vogelfreunde - SalzkammergutRichard Gschwandtner „zwitschert“

sich zum Sieg !

Großes Medien Interesse - viele Zeitungsberichte und insgesamt vier Fernsehberichte.

 

Riesenstimmung im Festzelt, das aus allen Nähten zu platzen drohte. Dazu mit dem Bad Ischler Original „Stucka“ ein Moderator, der die unzähligen Besucher bestens unterhielt. Fernsehteams, Radioreporter sowie Zeitungsjournalisten. Und zum Schluss großartige Leistungen der Teilnehmer. So könnte man die erste Vogelzwitscher-Europameisterschaft mit wenigen Worten präsentieren.

Unter den 8 Finalteilnehmern stach aber letztendlich einer noch heraus: Der Bad Goiserer Wildbachbedienstete Richard Gschwandtner, vulgo „Jeler Rich“ war eindeutig der beste „Zwitscherer“.

In der Bewertung durch die fachkundige Jury mit Vogelfreunde-Verbandssprecher Dr. Ludwig Wiener, Drittelobmann Leopold Kain, Verbandsvize Christian Kranabitl sowie dem Goiserer Bürgermeister Gerd Aigmüller erhielt Richard Gschwandtner eindeutig die höchsten Noten.

„Wie er den Lockruf des Kreuzschnabels nachimitierte war schon erste Klasse“ zeigten sich auch alle Fachleute von Gschwandtners Können begeistert.

Den zweiten Platz belegte der Bad Ischler Helmut Laimer, auf dem dritten Rang plazierte sich mit dem Bad Goiserer Gerhard Schmutzer ein ehemaliger Vogelfänger und nunmehriger Jäger.

Schmutzer zeigte auf der Bühne auch schauspielerische Künste. Vor allem die Bewegungen des Auerhahnes und den dazu passenden Lockruf rissen die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin.

Den Nachwuchsbewerb sicherte sich mit Christian Spreitzer ebenfalls ein Lokalmatador aus Bad Goisern.

Den Organisatorinnen der GamsjagaTage, Anni Lichtenegger und Martina O´Toole war mit der Austragung dieser ersten Europameisterschaft jedenfalls ein absoluter Glücksgriff gelungen.

 

Bilder der EM (c) Bernhard Strobl, SN:

(c) Bernhard Strobl, SN  (c) Bernhard Strobl, SN (c) Bernhard Strobl, SN

(c) Bernhard Strobl, SN  (c) Bernhard Strobl, SN (c) Bernhard Strobl, SN

 

11. August 2006

Sturm im Wasserglas. Obmann von militanten Tierschützern fällt völlig aus der Rolle !

Wie vor wenigen Tagen in einer Presseaussendung der Vogelfreunde Salzkammergut berichtet, wurden alle beschuldigten Vogelfänger von den Bezirksgerichten Bad Ischl bzw. Gmunden vom Vorwurf der Tierquälerei nun rechtskräftig freigesprochen.

Mit den rechtskräftigen Freisprüchen wird sich auch DDr. Martin Balluch, Obmann des Vereines gegen Tierfabriken - auch wenn er sich offenbar schwer tut Gesetze und Urteile anzuerkennen- abfinden müssen. Wenn DDr. Balluch in einer Aussendung erklärt, dass lediglich die Verfahren wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch eingestellt wurden und nun die behördlichen Verfahren wegen Tierquälerei nach dem Bundestierschutzgesetz anlaufen, so irrt er sich oder stellt den Sachverhalt propagandistisch bewusst unrichtig dar. Die Strafrichter der Bezirksgerichte Gmunden und Bad Ischl führten in ihren Urteilsbegründungen jeweils aus, dass den beschuldigten Vogelfängern keinerlei Vorsatz ein Tier zu quälen zur Last zu legen ist. In den Urteilsbegründungen war auch jeweils enthalten, dass es den Vogelfängern gerade daran gelegen war, dass sich der Vogel wohl fühle. Dieselben Grundsätze gelten natürlich auch in Verfahren vor den Verwaltungsbehörden. Im übrigen ist auch die Rechtsansicht des DDr. Balluch zur Subsidiarität der Verwaltungsstrafverfahren falsch: Sind einmal Strafgerichte für den Fall zuständig, können die Verwaltungsbehörden wegen der selben Sache nicht mehr tätig werden. Dies ist ein Prinzip des österreichischen Rechtsstaates, dass man wegen ein und derselben Tat nicht von verschiedenen Behörden mehrmals belangt werden kann. Im übrigen ist keinem Vogelfänger bekannt, dass ein Verwaltungsstrafverfahren gegen ihn laufen würde.

Man muss sich auch vorstellen, welch groteske Situation sich durch Strafverfahren vor den Verwaltungsbehörden ergäbe. Beispielsweise stellte die Bezirkshauptmannschaft Gmunden im Herbst 2005 mehreren hundert Personen eine Bewilligung zum Vogelfang aus. Jetzt - nach nahezu einem Jahr - müsste dieselbe Behörde, die durch das Ausstellen der Bewilligung den Vogelfang im Vorjahr erst möglich gemacht hatte, gegen alle Personen, denen sie das Vogelfangen erlaubte, ein Strafverfahren einleiten und allenfalls Personen, die die eigenen Bescheide vollzogen haben, bestrafen !

 

Verein: Vogelfreunde Salzkammergut

Obmann: Alfred Riezinger

Tel: 0664 8703769

Mail: obmann@vogelfreunde-salzkammergut.at

Web: http://www.vogelfreunde.eu

 

 

09. August 2006

Alle beschuldigten Vogelfänger sind rechtskräftig freigesprochen !

Nun ist es offiziell: Alle von diversen militanten Tierschützern angezeigten Vogelfänger aus dem Salzkammergut wurden – soweit nicht die Verfahren von vorn herein eingestellt worden waren – vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen. Die Urteile der Bezirksgerichte Bad Ischl und Gmunden sind rechtskräftig.
 

Obwohl alle Vogelfreunde im Herbst des letzten Jahres wie seit Jahrzehnten zuvor mit behördlich genehmigten Lizenzen ihrem Brauchtum nachgingen, wurden sie immer wieder von militanten Tierschützern regelrecht „belagert“ und provoziert.

Aufgrund der Besonnenheit der Vogelfänger kam es aber glücklicher Weise zu keinen Handgreiflichkeiten. So mussten die vermeintlichen „Schützer des Waldes“ jedes Mal ohne aussagekräftiges Filmmaterial abziehen.

Für den Rechtsanwalt Mag. Bernhard Stimitzer, der etliche der Vogelfreunde vor Gericht vertrat, war auch der Umgang der Staatsanwaltschaft mit den eingelangten Anzeigen nicht nachvollziehbar. „Die Anzeigen der Tierschützer glichen sich aufs Wort. Es wurden bei der Beschreibung der angeblichen Straftaten lediglich die Namen und die Orte, wo die Taten angeblich begangen wurden, ausgetauscht. Teilweise machten sich die Tierschützer nicht einmal diese Mühe, kopierten einfach ein Schriftstück und schickten dieses an die diversen Polizeiinspektionen. Gerade dieses Vorgehen zeigt, mit welch ungeheurer Unverfrorenheit dieser selbsternannten Ordnungshüter hier Staatsbürger einer  strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt wurden. In etlichen Fällen wurden dann Personen, die mit  Vogelfang überhaupt nichts zu tun hatten auf Polizeiinspektionen vorgeladen und mussten sich dort rechtfertigen. Völlig unverständlich war auch das unterschiedliche Vorgehen der Staatsanwaltschaft in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden. Während in Vöcklabruck schon aufgrund der Anzeigen kein strafbares Verhalten gesehen wurde und man alle Verfahren sofort eingestellte, wurde im Bezirk Gmunden gegen jeden Angezeigten ein Strafantrag gestellt. Dass man in einem Rechtsstaat wie Österreich in völlig gleich gelagerten Fällen – noch dazu bei ein und derselben Behörde – mit zweierlei Maß misst, kann vom rechtsunterworfenen Bürger kaum mehr nachvollzogen werden“ so Mag. Stimitzer. Im Bezirk Gmunden wurden alle angezeigten Vogelfänger zu einer Gerichtsverhandlung zitiert. Leute, die seit Jahrzehnten dem Brauchtum Vogelfang nachgehen und sich nie im Leben etwas zu Schulden kommen ließen. Sie alle mussten sich für den Termin auf eigene Kosten Urlaub nehmen. Sogar ein 84 Jähriger (!!!) Mann aus Ebensee wurde zur Anklagebank gezerrt und in einer nur zehn Minuten dauernden Verhandlung bereits freigesprochen.

Die entstandenen Kosten zu Lasten der Steuerzahler für diese sinnlosen Verfahren hätte man sich wohl sparen können……..

Eine Gruppe von Personen, die selber wegen endloser Rechtsdelikte unter ständiger Beobachtung des Innenministeriums steht, wollte sich hier anscheinend gegen eine Minderheit profilieren. Wie lt. Mag. Bernhard Stimitzer von Haus aus zu erwarten war, völlig umsonst.

„Eigentlich nimmt bei uns diese militanten Herrschaften keiner mehr ernst. Irgendwann wird man mit den ständigen Lügen und Falschmeldungen auch unglaubwürdig“ meint der Verbandssprecher der Vogelfreunde, DI.Dr. Ludwig Wiener. Viel Aufklärungsarbeit hat auch die seit dem heurigen Frühjahr installierte Homepage der Brauchtumspfleger geleistet. Unter www.vogelfreunde.eu kann man sich als Laie ein neutrales Bild über den Vogelfang in der Gebirgsregion machen. Auch der ORF-Dokumentarfilm „Im Land der Vogelfänger“ beleuchtet die Tradition aus völlig neutraler Sicht“  stellt Verbandsobmann Alfred Riezinger aus Ebensee fest.

 

In den letzten zwei Wochen war Riezinger wie viele Männer der Vogelvereine aus dem Salzkammergut beim großen Waldbrand nahe Ebensee im Feuerwehreinsatz. Natürlich wie immer unentgeltlich.
„Wenn es bei uns in der Region brennt, dann halten eben alle zusammen. Das trifft aber nicht nur auf Einsätze gegen Feuer zu“, erklärt Alfred Riezinger mit einem Augenzwinkern in Bezug auf den Fortbestand des Jahrhunderte langen Brauchtums des Vogelfanges im Salzkammergut. Bei einer Großkundgebung in Bad Goisern für dessen Erhaltung zeigten sich letzten September spontan knapp 5.000 Personen aus mehr als 70 Vereinen mit den Vogelfängern solidarisch.

Salzkammergutverband der Vogelfreunde - Pressestelle

Mailto: presse@vogelfreunde-salzkammergut.at


Verein: Vogelfreunde Salzkammergut
Obmann: Alfred Riezinger
Tel: 0664 8703769
Mail: obmann@vogelfreunde-salzkammergut.at

Web: http://www.vogelfreunde.eu


Pressebericht als PDF

 

Freitag, Samstag, Sonntag, 25-27.08.2006

Gamsjagatage in Bad Goisern mit der “1. Vogelzwitscher EM”

1. Vogelzwitscher EM - DER BEWERB DER BESONDEREN ART
Wer zwitschert am besten?
Es gibt 5 Bewerbe für die Gesamtwertung:

 

 

 


 

KINDERWERTUNG (bis 15 Jahre): Einer der 5 Bewerbe nach Wahl!

 

Die Anmeldung erfolgt am Sonntag (27.8.06) bis 10.30 beim Stand der Vogelfreunde Bad Goisern. Es dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden! Der Bewerb selbst findet um 11 Uhr auf der Bühne im Festzelt statt. Die besten 3 werden dann von einer Fachjury gekürt.

Aber eines ist jetzt schon sicher! Sehr hoher Spaßfaktor!
 

Um sich ein Gehör für die Vogelstimmen zum Üben oder Beurteilen zu verschaffen, klicken Sie folgenden Link an.

Vogelstimmen

 

Freitag, Samstag, Sonntag, 07-09.07.2006

Verbandstrachtenfest der Heimat- und Trachtenvereine Salzkammergut

Der Trachtenverein “D´Schobastoana” feierte 75-jähriges bestehen - 140 Jahre Blasmusik in Steinbach sowie 55 Jahre Verbandstrachtenkapelle. Im Zuge dieser Feier fand am Sonntag, dem 09. Juli 2006 ein Festumzug statt. 114 Vereine nahmen am Umzug Teil. Die 90 Mann starke Abordnung der Vogelfänger wurde mit viel Beifall und unterstützenden Zurufen bedacht.

Die Vogelfreunde Salzkammergut danken für die Einladung und das gelungene Fest. Einen Link zum Bilderbogen dieses Festumzuges finden sie gleich unterhalb.

Bilder vom Verbandstrachtenfest

Programm (PDF)

 

 

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Archiv 2. Halbjahr 2006

Salzkammergutverband der Vogelfreunde

Vogelhaltung und Vogelfang im Salzkammergut - Brauchtum und Liebhaberei

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